Posts mit dem Label Soft Skills werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Soft Skills werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 17. September 2008

Ich höre was, das du nicht sagst: Die 4 Ohren

Die Sachebene

Worüber ich informiere: Auf der Sachebene vermittelt der Sender der Nachricht Daten, Fakten und Sachverhalte. Aufgabe des Senders ist es, diese Informationen klar und verständlich zu senden.

Mit dem Sachohr prüft der Empfänger, ob die Sachbotschaft die Kriterien der Wahrheit (wahr/unwahr), der Relevanz (von Belang/belanglos) und der Hinlänglichkeit (ausreichend/ergänzungsbedürftig) erfüllt.

In einem eingespielten Team ist die Sachebene meist klar und bedarf nur weniger Worte.


Die Selbstoffenbarung

Was ich von mir selbst kundgebe: In jeder Nachricht stecken auch Informationen über die Person des Senders. Auf der Ebene der Selbstoffenbarung offenbart sich der Sender. Diese Botschaft besteht aus einem bewussten, gewollten Selbstdarstellung, und gleichzeitig aus einer unfreiwilligen dem Sender nicht bewussten Selbstenthüllung. Jede Nachricht wird somit zu einer Information über die Persönlichkeit des Senders.

Das Selbstoffenbarungs-Ohr des Empfängers lauscht darauf, welche Informationen über den Sender in der Nachricht enthalten sind.


Die Beziehungsebene

Was ich von dir halte (Du-Botschaft) und wie wir zueinander stehen (Wir-Botschaft):

Auf der Beziehungsebene kommt zum Ausdruck, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält. Je nachdem, wie er ihn anspricht, (Art der Formulierung, Körpersprache, Tonfall...) drückt er Wertschätzung, Respekt, Wohlwollen, Gleichgültigkeit, Verachtung o.ä. aus.

Abhängig davon, welche Botschaft im Beziehungs-Ohr des Empfängers ankommt, fühlt er sich entweder akzeptiert oder herabgesetzt, respektiert oder bevormundet. Eine gute Beziehung ist gekennzeichnet durch Kommunikation „von Gleich zu Gleich in gegenseitiger Wertschätzung“.


Der Appell

Wozu ich dich veranlassen möchte: Wer sich äußert, will in der Regel auch etwas bewirken. Die Appell-Botschaft soll den Empfänger veranlassen, bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen. Der Versuch, Einfluss zu nehmen, kann mehr oder weniger offen (Bitte) bzw. verdeckt (Manipulation) sein.

Auf dem Appell-Ohr fragt sich der Empfänger: „Was soll ich jetzt denken, machen oder fühlen?“

Dienstag, 16. September 2008

Ich höre was, das du nicht sagst

Wie oft ist es euch schon passiert, dass jemand was zu euch sagt, ihr euch angegriffen fühlt und denjenigen anraunzt. Der- oder diejenige giftet dann zurück "So hab ich das doch gar nicht gemeint!"

Kleines Beispiel gefällig? Bitteschön:

A sagt: Es ist grün!
B hört: Bist Du blind, oder was?!
B sagt: Fahr doch selber, wenn´s dir nicht passt.


Und was passiert? Es gibt Stunk, denn das was B gehört hat, ist eine Botschaft, die ihn in seiner Person bewertet. Das veranlasst ihn, sich zu verteidigen oder sich stur zu stellen - wer möchte schon zu jemandem freundlich sein, der einen persönlich angreift?


Um das ganze nun aufzulösen: vielleicht habt ihr schon einmal vom 4-Ohren-Modell gehört.
Es ist ein Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun und beschreibt die Mehrschichtigkeit einer menschlichen Äußerung. Nach diesem Modell enthält jede Nachricht vier Botschaften. Die vier Seiten einer Nachricht sind die 'Sache', die 'Selbstkundgabe', die 'Beziehung' und der 'Appell'.

  • Die Sach-Ebene beinhaltet die reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
  • In der Selbstoffenbarung vermittelt der Sprecher - bewusst oder unbewusst - etwas über sein Selbstverständnis, seine Motive, Werte, Emotionen etc.
  • Auf der Beziehungsebene wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
  • Der Appell beinhaltet einen Wunsch oder eine Handlungsaufforderung.

Der Sender sendet gleichzeitig vier Botschaften, er spricht sozusagen mit vier Schnäbeln. Der Empfänger empfängt gleichzeitig vier verschiedene Botschaften, er hört sozusagen mit vier Ohren. Oft hört und versteht der Empfänger aber etwas anderes, als der Sender gemeint und gesagt hat. Das führt zu Missverständnissen und in der Folge zu Konflikten. Das macht die zwischenmenschliche Kommunikation anfällig für Störungen.

Dabei kann jede einzelne der vier Ebenen missverstanden werden. Das klassische Beispiel von Schulz von Thun ist der Beifahrer, der zum Fahrer sagt "Du, die Ampel ist grün". Der Fahrer wird, je nachdem mit welchem "Ohr" er gerade hört etwas ganz anderes verstehen, und entsprechend ganz anders reagieren. Auch die Gewichtung der vier Ebenen kann unterschiedlich gemeint, beziehungsweise verstanden werden. So kann der Sender beispielsweise das Gewicht der Nachricht auf den Appell gelegt haben, der Empfänger jedoch überwiegend den Beziehungshinweis empfangen.

Dies ist nach dem Kommunikationsquadrat eine der Hauptursachen für Missverständnisse.


Zu den einzelnen 4 Ohren gibts morgen mehr!

Mittwoch, 14. Mai 2008

Ehrenamtliches Engagement als Plus bei der Ausbildungsplatzsuche

Das Plus: sich für andere einsetzen

Bist du bei der freiwilligen Feuerwehr oder bei einem Rettungsdienst? Oder engagierst du dich in deiner Kirchengemeinde oder bei den Pfadfindern? Dann bringt dir dein Einsatz womöglich Vorteile bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Nach einer Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter Haupt- und Realschulabsolventen und -absolventinnen finden Jugendliche, die sich bereits während ihrer Schulzeit ehrenamtlich engagieren, rascher einen Ausbildungsplatz. Sie üben soziale und organisatorische Fertigkeiten, lernen wichtige Leute kennen und haben damit mehr Möglichkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Quelle: machs-richtig.de

Mittwoch, 26. März 2008

Eine Frage der Aufmerksamkeit

Es gibt Zeiten, da merkt man ganz deutlich: ich bin nicht bei der Sache, lasse mich ablenken oder verschwende meine Zeit und meine Energie an Dinge, die mir nichts bringen und die mich belasten. Aber Nein sagen fällt ja auch schwer... was tun?

Hier ein kleiner Tipp:

Schreib all deine aktuellen "Baustellen" auf, z.B. für die Matheklausur lernen, Freunde treffen, Nebenjob, deine kranke Omi... und dann schau mal: wo ist deine Aufmerksamkeit grad am meisten? Triffst du dich mit Freunden? Arbeitest du viel in deinem Nebenjob? Oder lernst du Tag und Nacht?

Und dann frag dich und dein Gewissen: wo sollte deine Aufmerksamkeit sein? Was würde dich zufriedener, dein Gewissen ruhiger machen? Wo müsste deine Aufmerksamkeit hin, damit du dich weniger gestresst fühlst? Wäre es angenehmer, weniger zu jobben? Mehr zu lernen? Deine Omi zu besuchen?

Was muss passieren, damit deine Aufmerksamkeit dahin geht, wo du dich wohler fühlst? Was kannst du dafür tun?

Natürlich eine Entscheidung treffen und ihre Konsequenzen tragen. Wenn du weniger jobbst, hast du auch weniger Geld und musst für den Urlaub oder die Playstation länger sparen. Wenn du mehr lernst, kanst du zwar erstmal deine Freunde weniger treffen, aber nach der Klausur (die du mit einer viel besseren Note bestehen wirst) kannst du umso mehr Spaß haben.

Also frag dich: wenn ich so weitermache wie jetzt, wo bin ich damit in zwei Wochen, zwei Monaten, zwei Jahren...? Bist du mit der Antwort zufrieden - prima! Aber wenn die Antwort im Bauch grummelt, dann triff eine andere Entscheidung! Du kannst es!

Dienstag, 11. März 2008

Fairness...

Wir fordern ja gern Fairness von anderen.
Fairness von Lehrern bei der Benotung.
Fairness von unseren Gegnern beim Fußball.
Fairness von unseren Freunden, Geschwistern und Eltern.

Aber was genau ist Fairness?

Wikipedia sagt: Es bedeutet anständiges Verhalten und eine gerechte und ehrliche Haltung gegenüber anderen Menschen. Im Sport bedeutet es, sich an die Spielregeln zu halten und ein anständiges, gerechtes Spiel zu führen.

Und die Fairness Stiftung sagt noch etwas genauer:

Fairness umfasst:

  • die Achtung und den Respekt gegenüber jedem Menschen unabhängig von seinem sozialen Status, seiner hierarchischen Stellung, seiner öffentlichen Rolle, seiner nationalen, religiösen oder geschlechtlichen Zugehörigkeit,
  • die Berücksichtigung und den Ausgleich unterschiedlicher Interessen, Neigungen, Optionen und Ziele unter Beachtung gleicher, transparenter Bedingungen und Möglichkeiten zur Wahrnehmung der eigenen Interessen,
  • die wechselseitige Gültigkeit und Beachtung der für alle Seiten geltenden und lebensförderlichen Regeln im Umgang miteinander wie auch im Verhältnis zwischen Menschen, Medien und Organisationen,
  • die soziale, persönliche, ökologische und ethische Verträglichkeit von Einstellungen und Verhalten, Strukturen, Prozessen und Regeln, Produkten und Dienstleistungen.

In welchen Situationen bist Du besonders fair oder auch unfair zu anderen? Überleg mal...

Montag, 31. Dezember 2007

Gute Vorsätze im neuen Jahr

Noch achteinhalb Stunden und dann knallen wieder die Korken. Zeit, zurück zu schauen - oder noch besser: nach vorn! Silvester, Jahreswechsel ist zwar immer das Ende des einen, aber auch der Startpunkt in ein neues Abenteuer. Und da ist es gar nicht so schlecht, sich mal ein Stündchen Zeit zu nehmen und sich zu überlegen:

Was war gut am alten Jahr? Was soll so bleiben? Und was soll sich ändern?

Denn wenn Du weißt, was sich ändern soll, bist du deinem Ziel schon gut auf der Spur. Und du kannst Dich selbst mit ein paar einfachen Tricks unterstützen, es zu erreichen:

Schreib dein Ziel auf - hast Du dein Ziel schriftlich vor Augen, ist es fixiert und du vergisst es nicht so schnell.

Gib deinem Ziel die richtige Größe – dein Ziel sollte die richtige, realistische Größe haben. Es sollte nicht zu groß sein, denn sonst wird es unerreichbar.

Mach dich nicht abhängig – Es nutzt nix, sich Ziele zu setzen, bei denen es von jemand anderem abhängt, ob sie wahr werden. Denn jemand anderer ist praktisch die Unbekannte in der Gleichung und nicht einzuschätzen.

Mach es positiv – Ziele sollten immer positiv und in der Gegenwart formuliert sein. Beschreibe so viele Details wie möglich und benutze starke Formulierungen. Statt „Ich will nicht mehr rauchen“ besser „Ich werde ab jetzt gesund leben und dafür xyz tun“

Mach dein Ziel messbar – Bestimme den Punkt, an dem du weißt, dass Du dein Ziel erreicht hast. So kannst Du deinen Erfolg messen.

Schritt für Schritt – Schreib zu jedem Ziel immer auch die Schritte auf, die Du unternehmen willst, um es zu erreichen. Dadurch wendest du dich dem Ziel automatisch zu und handelst.


In diesem Sinne - Einen guten Rutsch ins neue Jahr!




Dienstag, 11. Dezember 2007

Wenn der Kunde brüllt ... Beschwerdemanagement, Teil 4

Das EVA3-Prinzip für Beschwerden und Reklamationen

Das strukturierte Vorgehen der EVA3-Methode hilft einerseits, Misserfolge in der Bearbeitung von Beschwerden zu vermeiden und bietet Ihnen gleichzeitig auch Hilfe dabei, Schwachstellen zu entdecken und dafür Lösungen zu finden.

In der Praxis muss man für jeden Schritt Formulierungen finden, die zu einem selbst passen. Das, was der Kollege sagt, ist nicht unbedingt das, was mir auch gut über die Lippen kommt.

EVA3 ist das Merkwort für die Schritte, die bei der Entgegennahme und Bearbeitung von Beschwerden durchlaufen werden. Die einzelnen Buchstaben bedeuten:

E – Entschuldigen

V – Verständnis zeigen

A3 – Analyse der Beschwerde

- Auflösung der Beschwerde

– Abschluss

Die ersten beiden Punkte dienen dazu, Kontakt zum Kunden aufzunehmen und die Beziehungsebene aufzubauen. In den 3 A-Phasen geht es darum, die Beschwerde auf der inhaltlichen Ebene mit dem Kunden einvernehmlich zu lösen.

Wenn der Kunde brüllt ... Beschwerdemanagement, Teil 3


Was Kunden sich vom Service wünschen, zeigt die so genannte "Serviceuhr":

Fachkompetenz - Schnelligkeit - eine persönliche Reaktion - Verbindlichkeit - Initiative - dass Details beachtet werden - Ehrlichkeit - Freundlichkeit - Geduld - Diskretion - Flexibilität - Engagement / Hilfsbereitschaft.

Wenn der Kunde brüllt ... Beschwerdemanagement, Teil 2

Um bei Beschwerden direkt und kundenorientiert reagieren zu können, empfiehlt es sich, einen klaren Ablauf dafür zu definieren.

Wie sind Reklamationen bei euch im Unternehmen geregelt? Gibt es einen Reklamationsablauf?

Das Beschwerdemanagement ist ein Zusammenspiel aus den äußeren Bedingungen im Unternehmen und dem Verhalten desjenigen, der die Beschwerde entgegen nimmt.

äußere Bedingungen für ein gutes Beschwerdemanagement sind:
- klare Zuständigkeit für Beschwerden und Reklamationen
- Ruhe, Störungsfreiheit und Zugriff auf Informationen, die den Kunden bzw. den Vorgang betreffen
- gesicherter Informationsaustausch im Betrieb
- Einzelheiten werden notiert, um die Reklamation abwickeln zu können

positives Verhalten bei Beschwerden zeigt sich, indem man
- aktiv zuhört
- sachlich und freundlich bleibt
- Missverständnisse mit dem Kunden und über den Grund der Beschwerde ausschließt
- das Ergebnis festhält und zeitnah umsetzt


Worauf Kunden besonders achten - dazu mehr in Teil 3



Wenn der Kunde brüllt ... Beschwerdemanagement, Teil 1

Beschwerden sind oft ärgerlich, lästig und wir empfinden sie als ungerechtfertigt. Ihre Abwicklung ist zudem oft zeitraubend. So eine Meckerei vom Kunden kann einem die Motivation für den ganzen Tag nehmen, oder?!

Doch die erste, größte Schwierigkeit besteht darin, die Beschwerde entgegenzunehmen, da sie ja meist aus heiterem Himmel kommt. Und doch: die Reaktion auf eine Reklamation bestimmt die weitere Beziehung zum Kunden und die wiederum bestimmt den Ruf des Unternehmens.

Eine Beschwerde zeigt uns, dass jemand etwas in Frage stellt, womit man selbst sich identifiziert – d.h. je mehr ich hinter meiner Arbeit stehe, desto eher bin ich auch persönlich getroffen von einer Beschwerde. Egal, ob Beschwerden berechtigt sind oder nicht – wir ärgern uns darüber und oft kann man im ersten Augenblick nicht sagen, ob die Beschwerde überhaupt berechtigt ist

Dadurch, das man dazu tendiert, Beschwerden häufig auch persönlich zu nehmen, fallen wir in Stress und das Gehirn schaltet auf „Abwehr“. Deswegen kann man manchmal schwer die Ruhe bewahren.

Aus der Sicht des Kunden ist es wichtig, wie der Mitarbeiter auf mich wirkt? Steht er auf meiner Seite? Hat er Verständnis? Nimmt er mich ernst? Fühlt sich der Kunde nicht gut behandelt und hat er den Eindruck, sein Problem wird nicht ernst genommen, dann wird aus einer kleinen Reklamation oft eine große Sache.

Ein kundenorientiertes Beschwerdemanagement beginnt schon bei der Entgegennahme der Reklamation. Doch dazu im nächsten Teil mehr...

Freitag, 30. November 2007

Wenn der Porsche lockt. Ziele erreichen mal ganz einfach.

Die meisten Menschen wollen in ihrer Zeit bestimmte Ziele erreichen. Aber oft ist die Zeit schneller vorbei, als sie gucken können und das Ziel ist immer noch weit entfernt.

Hier kannst Du jetzt schon den ersten Trick lernen: Erfolgreiches Zeitmanagement funktioniert vor allem dann gut, wenn Du deine Ziele klar definierst. Besonders wichtig an deinen Zielen ist, dass sie für dich in einem absehbaren Zeitraum machbar sind. Dazu kommt, dass so ein Ziel attraktiv sein sollte und dass es etwas gibt, an dem Du merkst, dass Du das Ziel erreicht hast.

Ist das Ziel festgelegt und auf seine Machbarkeit überprüft, gilt es, sich einen Überblick darüber zu verschaffen:

* Welche Schritte musst Du dafür einplanen?
* Was musst Du unbedingt haben, um dein Ziel zu erreichen (so etwas wie
Schulabschlüsse, Praktika, eine bestimmte Summe Geld usw.) und wie kannst Du es
bekommen?
* Welche Unannehmlichkeiten gilt es zu bewältigen und wie?
* Welchen Preis verlangt dein Ziel – bist du bereit, ihn zu bezahlen?
* Bis wann genau erledigst Du die einzelnen Schritte?

Bei der Übersichtsplanung deiner Ziele gibt es nur eine Regel: Genauigkeit! Plane in kleinen Schritten und so genau wie möglich, damit bekommst Du den bestmöglichen Einblick in den Umfang deines Zieles und du räumst dir eine sehr realistische Chance ein. Je kleiner und genauer die einzelnen Schritte geplant sind, desto einfacher wird es auch, sie zu gehen. So läufst du weniger Gefahr, dein Ziel vor dir her zu schieben, weil es so riesig und unerreichbar scheint.

Nehmen wir ein Beispiel:

Dein Ziel: nach dem Schulabschluss ein Jahr Work and Travel in Australien – das wär’s. Ungenau und aus dem Handgelenk geplant, wirst Du möglicherweise schon bei der Einreise in Australien scheitern. Hast Du aber in kleinen Schritten geplant, dein Visum besorgt, die nötigen Ersparnisse durch Jobben zusammen- gespart, einen ersten Stopp in Sydney eingeplant, den Rucksack nur mit wichtigen Dingen und vor allem 2 Tage vor dem Abflug gepackt und an eine Krankenversicherung gedacht, dann stehen die Zeichen gut für einen tollen Australien-Trip.


Das Australien-Beispiel zeigt gut die letzten wichtigen Punkte in deiner Zielplanung – kurzfristige, mittelfristige und langfristige Aktionen für dein Ziel.

Gehen wir dafür noch mal zum Australien-Beispiel:

Es ist 8 Monate vor deinem Schulabschluss. Jetzt ein Visum zu besorgen oder eine Auslandskranken- versicherung zu besorgen ist Quatsch, das machst du erst kurz vor der Abreise. Aber du solltest so langsam anfangen, zu sparen, um genügend Geld für die Einreise zu haben. Auch die ersten Informationen kannst Du jetzt zusammentragen. Und Lernen für die Prüfungen nicht vergessen!

Deine Zielplanung noch mal in aller Kürze:

* Plane deine Ziele klar, genau und vor allem für dich machbar.
* Mach Dir einen Überblick und plane in kleinen Schritten.
* Lege für die einzelnen Schritte einen Zeitpunkt fest, bis wann Du sie erledigt hast.
* Teile die Schritte in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Vorhaben.
* Überlege Dir, woran Du merkst, dass Du sie erreicht hast.

Montag, 19. November 2007

Der Schweinehund - (d)ein Freund und Helfer?


Wer kennt ihn nicht – den Schweinehund? Er sitzt neben uns auf dem Sofa und hält uns vom Sport ab. Er macht uns die schönsten Angebote, wenn wir nicht den Kleiderschrank ausmisten und für die Hausaufgaben oder den Besuch bei den Verwandten findet er immer noch die besten Ausreden. Er ist ein niedliches kleines Kerlchen, dem wir nur ungern widersprechen. Und doch macht er Ärger und schürt Unzufriedenheit. Was tun?

Dein Schweinehund will natürlich, dass es dir gut geht – dann geht’s ihm nämlich auch gut! Und er setzt auf ein paar ganz einfache Tricks: Er unterstützt dich, wenn du denkst, du könntest etwas nicht. Er kritisiert dich besonders hart, um dich vor dem nächsten Versuch zu beschützen. Und er berät dich toll in allen Fragen rund um Wegwerfen und Aufräumen mit solchen Sätzen wie „es könnte sein, dass ich das noch brauche“ oder „das müsste ich auch mal noch lesen...“. Dummerweise plappert er auch gern einfach nur die Ansichten von anderen nach oder tut sich mit Vorurteilen zusammen. Und das schlimmste: Er nutzt schamlos deine Gedanken und deine Gefühle über das, was du denkst, aus. Denn davon hängt ab, ob du gut oder schlecht drauf bist. Und wann immer Du schlecht drauf bist, ist Schweinehundzeit.

Gut – wie überlisten wir ihn also?

Strategie 1: Höre deinem Schweinehund genau zu!

Was sagt er und wir sagt er es? Und vor allem: was meint er? Dazu musst du wissen: Der Schweinehund ist zu feige für die Wahrheit!

Strategie 2: Ein Frage der Sichtweise

Du kannst entscheiden, welche Sichtweise du einnehmen möchtest. Diese Entscheidung nimmt dir dein Schweinehund nur zu gern ab. Sei ehrlich zu dir! Bringt dich deine Sichtweise weiter? Tut sie das langfristig? Was passiert, wenn du so weitermachst wie jetzt? Die langfristige Perspektive macht den Unterschied!

Strategie 3: Hinterfrage einfach mal die Schweinehundkommentare.

Wieso habe ich keine Lust? Was wäre besser als...? Was würde mir jetzt mehr Spaß machen? Wie nutzt mir jetzt gerade der Schweinehund? Was will der Schweinehund gerade Gutes für mich?

Strategie 4: Mit Motivation arbeiten.

Frage dich ehrlich: Was ist meine wichtigste Motivation? Die Motivation ist deine Energie, Aufgaben anzupacken. Dazu musst du über dich wissen, ob du eher Einzelkämpfer oder Teamarbeiter bist. Außerdem kannst und solltest du alle Fähigkeiten und Erfahrungen nutzen, die du hast. So etwas nennt man „Stärken stärken“ – also besonders die Voraussetzungen nutzen, die du mitbringst. Und was machst du mit deinen Schwächen? Was du nicht gut kannst, darfst du an andere delegieren oder auch Tauschgeschäfte machen. Vor allem aber darfst du dir deine Schwächen erlauben. Jeder Mensch hat Schwächen, das ist ganz normal, weil eben auch jeder Stärken hat.

Gut zu wissen!

  • In jeder Situation steckt etwas Gutes. Such danach, statt zu jammern!
  • Sich jeden Tag einen kleinen Schritt verbessern, macht Ziele erreichbar und du läufst dem Schweinehund davon!
  • Mach dir den Schweinehund zum Kumpel – mit dem Richtigen inneren Gespräch. Lobe dich selbst, mach dir Mut.

Die besten Möglichkeiten, deinem Schweinehund Paroli zu bieten:

  • Hab Mut zu eigenen Entscheidungen!
  • Setze dir eigene Ziele und lass dich nicht von anderen in ihre Vorstellungen zwingen.
  • Setze dir realistische Ziele, die wirst du auf jeden Fall erreichen.
  • Feiere deine erreichten Ziele und belohne dich!

Zeitmanagement für Einsteiger.

Ein großes Wort für kleine Hilfen: Zeitmanagement für Einsteiger.Wie Du Zeit optimal planen und nutzen kannst.

Eigentlich ist der Begriff „Zeitmanagement" ziemlicher Blödsinn – schließlich vergeht die Zeit ohne Rücksicht darauf, ob man sich mit ihr beschäftigt, sie sogar professionell „managed" oder ob man einfach nur faul herum liegt. Das einzige was man managen kann, ist man selbst. Optimales Zeitmanagement heißt also nicht mehr als gutes Selbstmanagement!

Zu gutem Selbstmanagement gehört es vor allem, dass Du dich selbst gut kennst und weißt, wo Du gerne trödelst, Zeit verschwendest und welche Dinge Dir die Zeit wegfressen.

Also: Wann ist Deine faulste Zeit am Tag? Lässt Du dich gerne ablenken? Wer oder was kann Dich überall losreißen? Was tust Du gar nicht gerne? Hast Du Durchhaltevermögen und wenn ja, wo? Verquatschst Du dich gerne? Und hast Du oft das Gefühl, das der Tag viel zu schnell vorbei war und du gar nix geschafft hast? Was ist dein Plan?

Deine Antworten auf diese Fragen sagen einiges über Dich und deinen Umgang mit Zeit aus. Und ab und an mal Zeit zu verschwenden, ist auch nicht schlimm und entspannt. Erst gewohnheitsmäßiges Zeit verprassen stellt Dir spätestens im Beruf ein Bein, wenn Du deine Aufgaben nicht rechtzeitig erledigst und sich niemand deswegen auf Dich verlassen kann.

Durch einfaches Planen kannst Du die Dir zur Verfügung stehende Zeit besser ausnutzen und musst dabei gar nicht soviel tun. Wichtig ist es, dass Du schriftlich planst und in einem festen System, dass Du gut nutzen kannst. Das kann ein Kalender oder ein Notizbuch sein, ein so genannter Filofax oder ein PDA, manche Leute planen auch alles im Computer. Hauptsache, Du hast alles an einem Ort und ohne verwirrende Zettelwirtschaft.

An einem mit verschiedenen Aufgaben voll gestopften Tag gibt es sicher die eine oder andere Sache, die mehr oder weniger wichtig ist als andere. Und gerade die weniger wichtigen Dinge sind dabei oft die großen Zeitfresser.

Einfaches Gegenmittel: schätze nach dem Aufschreiben die Wichtigkeit ein, das heißt: setze Prioriäten. Eisenhower hatte dazu eine todsichere Methode - Er teilte alle Aufgaben in vier Kategorien ein:

Kategorie A kamen alle Aufgaben, die sehr dringend und wichtig waren, die er also nicht an jemand anderen delegieren konnte und die noch dazu sofort erledigt werden mussten.

Kategorie B ordnete er alle Aufgaben ein, die zwar sehr dringend, aber nicht wichtig waren. Hier entschied er dann, ob er sie sie zur sofortigen Erledigung weitergab an seinen Assistenten oder ob er sie selbst schnell erledigen musste.

Kategorie C wurden alle Aufgaben gepackt, die nicht dringend waren, aber wichtig. Die schob er auf nachmittags, wenn er Zeit haben würde.

Kategorie D landete alles, was weder wichtig noch dringend war. Das schmiss er direkt in den Papierkorb.

Aber es gibt noch ein paar mehr Tricks für optimal genutzte Zeit:

  1. Schätze die Zeit ein, die Du ungefähr für eine Aufgabe brauchst und plane immer Pufferzeiten ein. Das heißt auch, dass Du immer nur 60 Prozent deiner Zeit verplanen solltest, damit Dir unvorhergesehene Dinge nicht den Plan verderben.
  2. Nimm Dir eine goldene Stunde, also eine Stunde am Tag, in der Dich niemand stört – kein Kollege oder Familienmitglied, kein Telefon, keine E-Mail. In so einer ruhigen Stunde kannst Du hervorragend arbeiten und richtig viel schaffen.
  3. Nutze die Salami-Taktik und zerteile große, langwierige Aufgaben in kleine, überschaubare Häppchen

Damit dein Zeitmanagement-Erfolg keine einmalige Aktion bleibt, kommen wir jetzt zu einem entspannenden Teil:

Belohne Dich für deine Erfolge! Es geht doch runter wie Öl, dass Dein Chef ein erstauntes Gesicht macht, wenn Du Arbeitsergebnisse früher als erwartet abgibst, oder?!

Das heißt auch: Sporne Dich selbst an und nutze die Erfahrungen, die Du machst, um dein persönliches Zeitmanagement zu optimieren und es ganz auf Dich und deine Bedürfnisse anzupassen. Denn wenn Du geübt hast, einen Blick auf Dich selbst zu werfen und dich ein wenig selbst zu managen, ist die Zeit kein Gegner mehr für dich, sondern eher ein Freund und guter Mitarbeiter.

Feiere sie, sei stolz und nutze die Motivation, die entsteht, wenn Du sehen kannst, wie Du kontinuierlich Erfolge einfährst.

Du siehst: wenn Du erstmal weißt, was gerade wichtig ist, läufst Du weniger Gefahr, deine Zeit sinnlos zu verschenken.